Der Osterreiner Segelclub lässt mit dem „Ladies Cup“ nach über 20 Jahren eine Traditionsregatta wieder aufleben. Fast scheitert das am Wind.
Wettfahrtleiter: Felix Löffler
Klassen: Kajütboote, offene Kielboote, Jollen
Boote: 10
Teilnehmerinnen: 25
So hatten sich Sportwart Hans-Peter Gruschka, Jugendwärtin Sandra Gast und OSC- Mitglieder Monika Schäfer und Christina Adrian das nicht vorgestellt. Als die vier vergangenen Sommer beschlossen, nach über 20 Jahren erstmals wieder eine Regatta nur für Frauen zu veranstalten, dachten sie eher an schäumende Bugwellen, gefüllte Segel und Steuerfrauen, die hochkonzentriert die nächste Boje anpeilen.
Doch als das Rennen vergangenen Samstag um 14:00 Uhr starten sollte, wollte der Wind dieses Bild nicht mit malen. Er wehte mit weniger als einem Beaufort aus wechselnden westlichen Richtungen. Wettfahrtleiter Felix Löffler verschob daher den Start, um einen Kurs zu finden, der sich bei diesen Bedingungen überhaupt segeln ließ.
Am 12.07. um 14:21 schickte er schließlich zehn Steuerfrauen mit 15 Besatzungsmitgliedern auf den Weg. Das Feld segelte auf den zwei Runden um einen Dreieckskurs zunächst lange Zeit geschlossen. Jede Crew versuchte dabei, das kümmerliche Lüftchen in ein Maximum an Vortrieb umzusetzen. Am besten gelang das Sabine Friedmann, Gabie Fuchs, Lydia Rehm und Kristin Binder vom OSC auf einer First Class 8. Sie überquerten nach gut einer Stunde 22 Minuten als erste die Ziellinie, vor Christina Adrian, die neben Andrea Bareth und Olivia Neubaur, die mit elf Jahren jüngste Seglerin, Elisabeth Lill, an Bord ihrer Jantar 21 hatte.
Yardstick gewichtet gewann die Wettfahrt die dritte Seglerin im Ziel, Amelie Hommer vom Nachwuchs der Seglergemeinschaft Dietringen (SGD) auf einem Laser, vor Sabine Bühr, Doris Lill und Karolin Kraus vom OSC auf einer Fan 22 sowie Kerstin Hommer und Nora Eckert (SGD). Sie segelten eine Dehler 22.
Zeitgemäß gab es für die „Ladies“ diesmal Wanderpokale für die Gesamtsieger der ersten drei Plätze. Bei der letzten Austragung des Rennens 2002 segelten sie noch um eine silberne Rose, Pralinen und eine Hängematte für das Schlusslicht.
Autor: Gerd Mischler, OSC